Markenarchitektur

Keine Marke existiert für sich allein, losgelöst von Zusammenhängen, die sie verorten und profilieren. Diese Zusammenhänge und Bezüge bilden wir in der Markenarchitektur ab. Dafür wählen wir ein Modell, das Ihrer Unternehmensstruktur und Ihrem Portfolio entspricht. Wir definieren die Verhältnisse der Marken untereinander z. B. von Dachmarke, House of Brands, Branded House, Unternehmensmarke, Markenfamilie oder Sub-Brand.

Corporate Brand

Kommunikationsstrategie

Die Hauptmarke kommuniziert auch auf Produktebene.

Ergebnis: Maximale Wirkung der Hauptmarke.


Branded House

Kommunikationsstrategie

Eine übergeordnete Dachmarke dominiert den Markenauftritt. Die Abgrenzung der untergeordneten Marken wird auf ein Minimum reduziert.

Ergebnis: Maximale Integration. Das Image der untergeordneten Marken stärkt unmittelbar die Dachmarke.


Sub-Brand

Kommunikationsstrategie

Die Hauptmarke bildet Sub-Marken. Diese weisen eine hohe Verwandtschaft zur Hauptmarke auf.

Ergebnis: Die Submarken stärken die Hauptmarke, eine eigene Profilierung ist durch die Dominanz der Hauptmarke nicht möglich.


Endorsed Logo

Kommunikationsstrategie

Die Hauptmarke versammelt unabhängige Marken unter sich. Diese tragen die Hauptmarke als Absender im Zeichen.

Ergebnis: Die unabhängigen Marken profitieren direkt vom Image der Hauptmarke, bei größtmöglicher Eigenständigkeit.


Endorsed Design

Kommunikationsstrategie

Die Sub-Marken übernehmen Design-Elemente der Hauptmarke (z. B. Farbe, Typografie, bestimmte Formen oder Namensbestandteile).

Ergebnis: Verwandtschaft der Marken ist erkennbar. Die Sub-Marken profitieren direkt von der hohen visuellen Ähnlichkeit zur Haupt- und den weiteren Sub-Marken.


House of Brands

Kommunikationsstrategie

Hauptmarke vereint unter sich eigenständige Marken, die keine Verwandtschaft mehr zur Hauptmarke aufweisen.

Ergebnis: Marken werden als unabhängig wahrgenommen und können ihr eigenes Profil entwickeln.


Hybrid

Kommunikationsstrategie

Die Hauptmarke agiert gleichzeitig als Produktmarke auf der gleichen Ebene, wie andere untergeordnete Produkt-Marken. Deren Auftritt ist komplett eigenständig.

Ergebnis: Die Bekanntheit der Produktmarke zahlt auf die Hauptmarke ein – und umgekehrt.


House of Families

Kommunikationsstrategie

Die Hauptmarke vereint unter sich eigenständige Familienmarken, die wiederum als eigene Hauptmarke mit gestalterisch angelehnten Produktmarken fungieren.

Ergebnis: Die Zugehörigkeit der Familienmarken zur Dachmarke ist nicht ersichtlich. Durch die Designanlehnung der Produktmarken an die Familienmarke profitieren diese voneinander.


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Wie strukturiert man ein komplexes Markenportfolio? Am Beispiel des Landessportbundes Berlin zeigen wir, wie durchdachte Markenarchitektur Klarheit schafft, die Dachmarke stärkt und alle untergeordneten Marken davon profitieren lässt.

Lesezeit 12 Minuten

von Christian Bischoff

20.Dezember 2025

Wenn Unternehmen über die Jahre wachsen und sich dabei ihre Strukturen verändern, kann das leicht und ohne Absicht zu unübersichtlichen Markenlandschaften führen. Tochtergesellschaften, Produktlinien und Zukäufe resultieren in einem Wildwuchs an nicht eindeutig positionierten Marken, der sowohl intern als auch extern für Verwirrung sorgt. Die Lösung: eine klare Markenarchitektur, die die langfristige Unternehmensstrategie widerspiegelt.

Das wichtigste in Kürze

Was ist Markenarchitektur?

Markenarchitektur ist weit mehr als ein Organigramm mit Logos. Sie definiert die strategischen Beziehungen zwischen allen Marken eines Unternehmens – von der Dachmarke über Geschäftsbereichsmarken bis zu einzelnen Produktmarken. Sie legt fest, welche Marke welche Rolle spielt, wie sie zueinanderstehen und wie sie gemeinsam auf die Unternehmensziele einzahlen.

In unserer Arbeit bei Realgestalt erleben wir regelmäßig, wie Unternehmen durch historisch gewachsene Strukturen an Schlagkraft verlieren. Marketingbudgets versickern in der Pflege zu vieler Einzelmarken. Die Kunden der Unternehmen verstehen nicht mehr, wer eigentlich wofür steht. Mitarbeiter können die eigene Markenlandschaft nicht erklären. Das Eigeninteresse eines einzelnen Bereichs geht auf Kosten des übergeordneten Interesses des Unternehmens.

Eine strategisch durchdachte Markenarchitektur löst diese Probleme. Sie schafft Synergien, reduziert Komplexität und macht das Portfolio für alle Stakeholder verständlich: für das eigene Team, für die unterschiedlichen Kunden und Zielgruppen, die Medien, das Fachpublikum und die allgemeine Öffentlichkeit.

Acht Grundformen und Modelle der Markenarchitektur​

Corporate Brand und Unternehmensmarke

Die Hauptmarke kommuniziert auch auf Produktebene.

Maximale Wirkung der Hauptmarke
Optimale Synergien im Marketing
klare Markenbotschaft
hohe Effizienz.
Neue Produkte profitieren direkt von der etablierten Marke.